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Am Donnerstag den 10. Dezember 2009 überreicht der Initiator der Zwangsarbeiter-Initiative des PKG dem Sprecher der bayerischen Sinti und Roma, Herrn Hugo Höllenreiner einen symbolischen Betrag von 10 000 Euro.
Dieser Betrag ist keinesfalls als „Entschädigung“ zu verstehen, betont Dr. Bernhard Lehmann, vielmehr soll dies eine Geste der Versöhnung darstellen, denn diesem Personenkreis widerfuhr auch im Nachkriegsdeutschland keine Gerechtigkeit. Noch heute sind Sinti und Roma ausgegrenzt und werden diskriminiert.
Während der Zeit des Nationalsozialismus wurden Sinti und Roma aus rassistischen Gründen in die Konzentrationslager verbracht. Deshalb soll den noch überlebenden bayerischen Sinti und Roma symbolische Summen zugewidmet werden.
Hugo Höllenreiner selbst wurde bereits im Alter von 9 Jahren gemeinsam mit seinen 5 Geschwistern und seinen Eltern nach Auschwitz-Birkenau deportiert, wo Josef Mengele ihn und seinen Bruder mit medizinischen Versuchen traktierte.
Über Ravensbrück und Mauthausen kam seine Familie schließlich nach Bergen-Belsen. Niemand interessierte sich für sein Schicksal und das der anderen Sinti.
Wie durch ein Wunder überlebte er mit seinen Eltern und Geschwistern, doch viele nahe Verwandte wurden ermordet.
Erst im Alter von 60 Jahren begann er, über seine Zeit im KZ zu sprechen.
Die Autorin Anja Tuckermann schrieb seine Lebensgeschichte nieder. Im Jahr 2006 wurde dieses Buch „Denk nicht- wir bleiben hier!“ mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet.
Gersthofen, den 8.12.2009 Dr. Bernhard Lehmann, StD |