Erlebnisreiche Tage in der Bretagne- Unser Schüleraustausch mit Redon

 

Was heißt denn eigentlich „Handtuch“ auf Französisch? Was sagt man denn, wenn jemand niesen musste? Und wie kann ich ausdrücken, dass ich zum Schlafen eine Decke brauche? Dies waren die Fragen, die die Schüler beschäftigten, als wir uns am 8. März auf den Weg zum Schüleraustausch in die Bretagne machten. Da diesmal unser Besuch in Frankreich zuerst erfolgte, war die Nervosität ziemlich groß und jeder war gespannt darauf, endlich ihre Partner kennenzulernen, mit denen man zuvor nur über Mail oder What’sApp Kontakt gehabt hatte. Nach unserer Ankunft fuhren alle entsprechend aufgeregt mit ihren Gastfamilien nach Hause und am nächsten Morgen gab es dann schon viel über die ersten Eindrücke von den Familien und deren Alltag zu berichten, bevor wir die Schule in Redon kennenlernten.
Die folgenden Tage wurden dazu genutzt, die Partner, ihre Familien, die Schule sowie die französische Kultur und Lebensweise immer besser zu verstehen. Natürlich waren vor allem entsprechende Sprachkenntnisse nötig, um sich verständigen zu können und obwohl einige unserer Schüler erst seit diesem Schuljahr Französisch lernen, kamen alle erstaunlich gut zurecht. Die Französischkenntnisse waren ebenso bei einer Rallye durch Redon gefordert, bei der auch Antworten von Passanten erfragt werden mussten. Für unsere Schüler stellte dies jedoch offenbar keine Schwierigkeit dar und am vereinbarten Treffpunkt waren alle um die geforderten Antworten sowie um einen positiven Eindruck von der Herzlichkeit der Bretonen reicher. Eine Gruppe war von der befragten Dame gleich zu einer Tasse Kakao eingeladen worden, um gemütlich weiterplaudern zu können!
Das Wochenende verbrachten alle in den Gastfamilien und die Erzählungen am Montag zeigten, dass auch diese beiden Tage voller interessanter Erlebnisse waren: Besuch eines Erstligaspiels, Ausflüge an die Küste oder Selfies mit Kängurus waren nur einige der Highlights.
Das von unserer Partnerschule sehr abwechslungsreich gestaltete Programm sah neben Besuchen im Unterricht und einem Empfang im Rathaus auch einige Exkursionen vor, die uns, unter anderem, zum weltbekannten Mont-Saint-Michel sowie in die Salzgärten der Guérande führten. Und natürlich durfte auch ein Ausflug an die Küste nicht fehlen, wo der menschenleere Sandstrand im Sonnenschein trotz 8° C Außentemperatur (fast) alle dazu lockte, barfuß ins Meer zu laufen. Gegen Ende unseres Aufenthalts konnten unsere Schüler auch noch ihre Geschicklichkeit an der Kletterwand sowie ihre Kochtalente bei der Zubereitung echter französischer Crêpes unter Beweis stellen. Diese waren so gut gelungen, dass sie, kaum gebacken, auch schon verspeist waren. Wir möchten an dieser Stelle nicht versäumen uns sehr herzlich bei der zuständigen Deutschlehrerin, Frau Ricordel, für die hervorragende Organisation unseres Besuchs bedanken, der den Schülern hoffentlich noch lange in positiver Erinnerung bleiben wird.
Nach zehn erlebnisreichen Tagen machte der teilweise tränenreiche Abschied von den Familien deutlich, dass sich die Schüler dort wirklich wohl gefühlt hatten. Um die lange Heimreise ein wenig interessanter zu gestalten, ließen wir uns einen kurzen Abstecher nach Paris nicht nehmen und so mancher war bei der Stadtrundfahrt doch sehr erstaunt, wie viele Autos und Menschen noch um Mitternacht auf den Champs-Elysées unterwegs sind. Nun freuen sich alle schon auf das Wiedersehen am 25.April, wenn die französischen Schüler zum Gegenbesuch in Gersthofen eintreffen.

 

 

 
   
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