Hier findet man das Collège Le Cleu St. Joseph, wo wir nach 14-stündiger Fahrt am 21. April 2009 abends um 21 Uhr müde, aber glücklich ankamen. Denn nach zwei Wochen konnten wir endlich wieder unsere Austauschpartner treffen, mit denen wir uns in Gersthofen schon richtig angefreundet hatten.
Der erste Eindruck von den Schulgebäuden des Collège entspricht vielleicht nicht gerade den deutschen Vorstellungen von einer modernen Schule. Aber das wirklich Entscheidende ist auch nicht das Äußere, sondern innen in den kleinen, aber doch sehr schönen Klassenzimmern ist das wirklich Wichtige: unsere neuen Freunde, die wir hier gefunden haben und über die wir sehr froh sind. Wir hatten sehr viel Spaß mit ihnen. Im CDI konnten wir unsere Dossiers (= Reisebericht) gestalten und im self (= Kantine) und auf dem Pausenhof unsere Austauschschüler treffen. Wir haben in Redon sehr viele schöne Stunden erlebt, die wir nicht missen möchten.
An unserem zweiten Tag in Redon fuhren wir bei wunderschönem Wetter zuerst nach Le Croisic an der Südküste der Bretagne ans Meer. Schon nach kurzer Zeit waren alle begeistert von der frischen, salzigen Luft und der atemberaubenden Felsenküste. Danach wurde das Océarium besucht, wo man alle erdenklichen Meeresbewohner von Seesternen bis zu Haien hautnah bewundern konnte. Zum Abschluss des Ausflugs bekamen wir eine interessante Führung zur Stadtgeschichte von Guérande, der Stadt an der Südküste, die durch ihre Salzgärten bekannt geworden ist.
Am vierten Tag unseres Aufenthalts trafen sich die 26 deutschen Schüler vor dem CDI und arbeiteten an ihren Dossiers. Danach gings auf nach Rennes, in die Hauptstadt der Bretagne. Da wir dort eine Stadtführung von einer Französin in perfektem Deutsch bekamen, war es sehr interessant. Und zur Krönung dieses Tages ging es am Nachmittag zum Eislaufen in eine Eishalle, die das ganze Jahr genutzt wird, was allen Beteiligten große Freude bereitete.
Montag, den 27. April 2009: Nachdem wir fast eine Woche in Frankreich verbracht hatten, besuchten wir den Markplatz von Redon. Dabei mussten wir Fragen mit der Hilfe von französischen Passanten beantworten. Als dann der Fragebogen vollständig war, nutzten wir die verbleibende Zeit, um uns auf dem Wochenmarkt umzusehen und uns mit Crêpes und anderen Leckereien zu versorgen.
Den nächsten Tag verbrachten wir in Redon, wo wir eine Führung auf Französisch bekamen und glücklicherweise so gut wie alles verstehen konnten. Anschließend wurden wir vom Bürgermeister im Rathaus der Stadt empfangen. Er hielt für uns eine Begrüßungsrede und im Anschluss gab es für alle noch eine Kleinigkeit zu trinken und zu essen.
Am vorletzten Tag unseres Aufenthalts besuchten wir das nahe gelegene Künstlerdorf La Gacilly. Es ist ein kleiner, schnuckeliger Ort, in dem Yves Rocher gegründet wurde. Wir haben viele schöne Eindrücke von dem Dorf mit seinen kleinen Gassen, Steinhäusern und Handwerksläden bekommen. Man spürt, dass La Gacilly ein kleiner Ort mit großer Geschichte ist.
Insgesamt kann man sagen, dass unser Aufenthalt durchweg gelungen war: Wir wurden sehr herzlich von unseren Gastfamilien empfangen und haben schöne Orte entdeckt und lustige Dinge erlebt. Das Programm war dicht und interessant und die Freundschaften zwischen deutschen und französischen Schülern wurden immer enger. Deshalb fiel uns allen der Abschied, bei dem viele Tränen flossen, umso schwerer. Aber die ersten Pläne für ein Wiedersehen in den Sommerferien wurden schon geschmiedet. So hoffen wir also, dass wir bald wieder einige bekannte französische Gesichter in Gersthofen sehen können.
Klassen 8a & 9d
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