London Exkursion des Leistungskurses Englisch (K12) vom 4.-7.Juni 2008
(Photos -> siehe unten)


Gut gelaunt und voller Erwartungen machten wir uns am Mittwochmorgen gegen 8.00 Uhr auf in Richtung Flughafen München. Knapp drei Stunden später hieß uns die Besatzung der Lufthansa an Bord ihrer Maschine willkommen, ehe wir nach rund zwei weiteren Stunden unversehrt London–Heathrow erreichten. Dort führte uns unser Weg direkt zur U-Bahn, in London Tube genannt, welche uns nach 45 Minuten Fahrt ins Zentrum brachte. Beim dem anschließenden Marsch von der U-Bahn-Station Russel Square zum Hotel offenbarten einige schon leichte Schwächen, dem hohen Tempo der Truppe Stand zu halten. Schließlich kamen wir dann aber doch noch vollzählig am Ridgemount Hotel an und bezogen unser Quartier.(Maxi Zerrle)

Nach einer kleinen Pause verbrachten wir den ersten Nachmittag unserer Exkursion mit einer Tour durch die Innenstadt Londons: Von unserem Hotel in der Gower Street spazierten wir über die Tottenham Court Road zum Trafalgar Square und genossen einen der schönsten Plätze Londons bei strahlendem Sonnenschein, dann schlenderten wir weiter die Whitehall entlang zur Downing Street und erhaschten einen Blick auf das berühmte London Eye und das sich anschließende Parlament mit dem beeindruckenden Glockenturm Big Ben sowie die Westminster Abbey. Danach bogen wir in den etwas ruhigeren St. James Park ein und flanierten zum Buckingham Palace, wo wir erst einmal ausgiebig fotografierten! Von dort nahmen wir einen der typischen roten Doppeldeckerbusse zum italienischen Restaurant „Ciao Bella" in Bloomsbury, wo wir bei Pizza und Pasta den Tag gemeinsam ausklingen ließen.(Nikola Pilz und Laila Burger)

Am zweiten Tag standen Windsor und Eton auf dem Programm. Nach einer 20-minütigen Zugfahrt von Paddington Station aus erreichte der LK Englisch den beschaulichen Ort Windsor. Schon als wir mit dem Zug in den Bahnhof einfuhren, tauchten die massiven Mauern des „Windsor Castle" auf, einer der offiziellen Residenzen der Königsfamilie. Mit Audioguides ausgerüstet, konnte sich dort jeder frei auf dem Schlossgelände bewegen und erhielt auf Knopfdruck alle wichtigen Informationen zu den einzelnen Gebäuden. Ein interessantes Ereignis war der Wachwechsel im Innenhof, bei dem wir die britische Gardeinfanterie in voller Aktion erlebten. Daneben bewunderten wir die beeindruckende Architektur der St. George's Chapel oder die anderer Gebäude der Königsfamilie, wie zum Beispiel die prunkvollen „Royal State Apartments", in denen gleich zu Beginn das Puppenhaus der Queen Mary den Blick des Besuchers bannte.(Johannes Hillebrand-Brem)

Nach einer kleinen Mittagspause überquerten wir die Brücke nach Eton und steuerten zielstrebig das weltweit bekannte Eton College an, das früher „The King’s College of Our Lady of Eton beside Windsor“ hieß. Am Eingang wurden wir von Margaret, einer sehr freundlichen, alten Dame, in Empfang genommen und mit anschaulichen Erklärungen und lustigen Anekdoten durch die über 500 Jahre alten Gebäude der Schule geführt. Die in dem Dörfchen Eton gelegene Public School wurde im Jahre 1440 von Henry VI gegründet, um 70 armen Jungen eine kostenlose Schulausbildung zu ermöglichen, fortan The King’s Scholars genannt. Heute gibt es nach wie vor 70 King’s Scholars, die über ein Aufnahmeverfahren ausgewählt werden und für die der Besuch der Schule frei ist. Alle anderen Schüler, die sogenannten Oppidans, müssen Studiengebühren bezahlen und leben außerhalb des Colleges in verschiedenen Häusern, denen je ein Master und eine Dame vorsteht. Interessant war es auf den Holzvertäfelungen und Türen unzählige eingeritzte Namen der Schüler zu entdecken, die einmal in Eton zur Schule gegangen sind. Dabei waren u.a. Percy B. Shelley, Henry Fielding, John Maynard Keynes, Aldous Huxley, George Orwell, die Prinzen William und Harry oder König Biredra von Nepal und sein Sohn. (Jasmin Jäntschi)

Am dritten Tag unserer Londonfahrt bekamen wir die Möglichkeit die ganz besondere Atmosphäre des berühmten Globe Theatres hautnah zu spüren. Wir nahmen an einem speziellen Workshop für Schüler teil, der von einem Schauspieler geführt wurde. Anfangs waren wir alle etwas aufgeregt, weil wir nicht genau wussten, was uns erwarten würde. Als wir ankamen, drängten sich in der dem Globe Theatre vorgelagerten Eingangshalle bereits weitere Schülergruppen. Zusammen mit anderen deutschen Schülern harrten wir der Dinge, die da kommen würden! Dann geleitetet uns unser Führer ins Innere des Globe, wo alles so aussah wie zu Shakespeares Zeiten. Zusätzlich schaffte es unser "guide", mithilfe seiner lebhaften und lustigen Erzählungen, uns in Shakespeares Zeitalter zurückzuversetzen! Aber auch unser Einsatz war gefragt: Immer wieder wurden "Freiwillige" von ihm ausgewählt, die dann zu Schauspielern umfunktioniert wurden, um uns „Romeo and Juliet“ näher zu bringen. Wir lernten diese Tragödie auf eine neue Art und Weise zu interpretieren, zum Beispiel, dass der Ausspruch Romeos „It is the east, and Juliet is the sun" nicht etwa ihre strahlende Schönheit oder ihre Bedeutung für ihn betonen soll, sondern schlicht und einfach vermitteln soll, dass sie „hot“ ist. Außerdem wurden wir darüber aufgeklärt, dass Shakespeare nicht der verträumte Dichter war, wie wir bisher immer annahmen, sondern ein knallharter Geschäftsmann. Auf alle Fälle hat uns der Workshop sehr viel Spaß gemacht und eine Lebensweisheit werden wir wohl nie mehr vergessen: „Money is HONEY!" (Julia Beutmüller, Iris Hefele und Simona Brucoli)

Am letzten Tag unseres Londonaufenthalts sammelten wir noch einmal unsere letzten Kräfte und gingen mit schon etwas müden Beinen in Richtung Docklands, zum letzten Programmpunkt. Dort nahmen wir an einer sehr aufschlussreichen Führung über den Wandel der Docklands teil, einem einst als Hafenbecken an der Themse genutzten Bereich Londons, der heute durch seine modernen Wolkenkratzer wie ein modernes Downtown anmutet, wo sich die internationale Finanzwelt trifft. Beeindruckend wirkten die riesigen Stahl-Glas-Konstruktionen und die gesteigert-nüchterne Baukunst von Architekten wie Cesar Pelli, Norman Foster oder Ieoh Ming Pei, der auch für die Glaspyramide vor dem Louvre in Paris verantwortlich ist. (Stefan Heigl und Maria Breitfelder) Nach unserer Tour durch die Docklands, trafen wir uns wieder im Hotel, um den Heimflug nach München anzutreten. In der Tube merkten wir schon, dass das eingeplante Zeitkontingent sehr knapp bemessen war. Als wir gegen 16.00 in Heathrow eintrafen, war noch niemand eingecheckt und das Boarding war innerhalb der nächsten 45 Minuten angesetzt. Aufgrund von Personalmangel bei der Lufthansa musste nun auch noch Frau Täufer alle Schüler über einen PC selber einchecken und deren Boarding Pässe ausdrucken. Die Situation spannte sich noch mehr an, als einige Nachzügler „den letzten Aufruf" zum Besteigen des Flugzeuges hörten und verzweifelt zum Gate sprinteten. Doch zum Glück stellte sich dies sehr zum Unmut der Betroffenen als falscher Alarm heraus und es blieb sogar noch kurz Zeit, die letzten übrigen Pfund in britischen Tee umzusetzen (Maxi Zerrle).

 

 

zurück

 

 

 
   
impressum