Extraordinarily sunny greetings from Hastings!
„Ach ja, ihr fahrt nach England – na viel Spaß im Regen!“ So wurden viele von uns verabschiedet, aber es kam dann doch ganz anders: Eine knappe Woche fast 30 Grad ohne ein Wölkchen am Himmel und danach auch nicht übermäßig viel Regen – unglaublich für uns, die Engländer und neidisch Daheim Gebliebene … Aber nicht nur das sonnige Wetter war verantwortlich für eigentlich durchwegs positive Erinnerungen an unsere Englandfahrt, da gehörte noch viel mehr dazu: Zuerst einmal hatten wir ein super Startwochenende: einen Tag in Leeds Castle, einem typischen englischen Schloss, allerdings mit interessanter Inneneinrichtung aufgrund einer recht ausgeflippten ehemaligen Besitzerin – schon mal ein Hundehalsband-Museum besucht??? Und dann kam natürlich der Trip in die Stadt der Städte: In London hatten wir zwar nicht allzu viel Zeit, aber schon ein halber Tag Stadtrundgang und dann der Besuch bei Madame Tussauds mit obligatorischer Robert Pattinson-Umarmung haben allen Lust gemacht nochmal wiederkommen. Während der Woche durften wir dann eine ganz andere Art von Unterricht besuchen als bei uns daheim – nur drei Stunden täglich und durchgehend auf englisch, aber dafür hauptsächlich mündlich, am Strand oder durch einen Museumsbesuch aufgelockert. Insofern konnten wir nicht von Schulstress sprechen und uns nach einer Mittagspause im Garten der Sprachschule mit gestelltem Lunchpaket schon auf den nächsten Punkt auf dem stets straffen Tagesprogramm konzentrieren: die Nachmittagsaktivität! Diese bestand aus ziemlich abwechslungsreichen Ausflügen – von vielleicht eher für jüngere Besucher angelegten Schmuggler-Abenteuern, netten Stadtbesichtigungen bis hin zu den berühmten 170 Meter hohen Klippen von Beachy Head haben wir viel mitgenommen von der Gegend rund um Hastings. Ebenso vielseitig war aber auch die Abendgestaltung: begonnen bei gaaanz verrückten „Crazy Games“ (Achtung, Scrabble, Twister und Schach – es wird ganz crazy Leute!!) und der für den englischen Pub-Besucher typischen „Quiz Night“ bis hin zur Disco haben wir bei allem engagiert mitgemacht! Unserer Engagement ließ höchstens bei manchen von uns nach, wenn es an den Heimweg in Richtung Gastfamilie und Abendessen ging – natürlich hatte nicht jeder das gleiche Glück bei den Kochkünsten der Gasteltern und so entwickelten sich innerhalb der zehn Tage doch einige Ketchup-Spezialisten, die einfach jede fragwürdige Mahlzeit in eine Kreation von roter Suppe mit wechselnder Einlage verwandelten. Aber genauso gab es selbstverständlich auch die Gesegneten unter uns, die gleich von Berufsköchen verwöhnt wurden – man konnte eben bloß nicht voraussehen, welches Los jeder mit seiner Familie ziehen würde. Insgesamt lässt ich aber sagen, dass wir eine wirklich tolle Zeit hatten, die sicher allen von uns noch lange in Erinnerung bleiben wird! Dies ist aber selbstverständlich nur durch unsere beiden grandiosen Lehrerinnen möglich geworden, die es zu zweit mit uns fünfzig(!) stets geduldig, mit Humor und viel Engagement aufgenommen haben – ein riesengroßes Dankeschön an dieser Stelle nochmal an Frau Steiner und Frau Link!!!
Sonja Leissner |