Am 30.Oktober 2009 fuhr der Englisch Leistungskurs mit Frau Täufer nach München. Der Anlass dazu war ein Vortrag in englischer Sprache über die Situation und Entwicklung der Afro-Amerikaner in den USA seit den Sechziger Jahren.
Um 16 Uhr standen wir bereits am Bahnhof und erfreulicherweise war der Kurs auch fast komplett anwesend.
Der Titel der Vorlesung war "A dream deferred? The Situation of the African Americans since the1960s" und wurde von Dr. Britta Waldschmitt-Nelson gehalten, einer Dozentin des Amerika Instituts der Ludwig-Maximilian-Universität, München. Die Rednerin beschäftigt sich bereits seit Jahren mit der Gruppe der African Americans und hat u.a. auch zwei Bücher über Martin Luther-King veröffentlicht.
Der Vortrag begann mit der Situation der Schwarzen in den USA während den 1960ern. In sehr gut verständlichem Englisch schilderte Frau Waldschmitt-Nelson die Zeit der Rassentrennung in den USA bis zur Bürgerrechtsgewegung, die in den Civil Rights Act (1964) und Voting Rights Act (1965) mündete, womit der schwarzen Bevölkerung endlich Bürger- und Wahlrechte gewährt wurden. Dies war ein entscheidender Schritt, der den Afro-Amerikanern die Integration in die Gesellschaft ermöglichte.
Aber auch die noch nicht bewältigten Probleme sowie die immer noch existierende Diskriminierung wurden von der Referentin nicht verschwiegen. So erfuhren wir durch erschütternde Statistiken, dass z.B. die Anzahl der arbeitslosen Schwarzen immer noch doppelt so hoch ist wie die der weißen Bevölkerung. Auch die Armuts- und Kriminaliätsrate liegt bei den Afro-Amerikanern wesentlich höher als bei den weißen Amerikanern.
Interessant war auch der Hinweis, dass Schwarze noch bereits im Jahre 2000 bei den amerikanischen Präsidentschaftswahlen daran gehindert wurden, ihre Stimme abzugeben. Inzwischen haben verschiedene Untersuchungskommissionen auch offiziell bestätigt, dass zahlreiche schwarze Mitbürger bei den Wahlen in Florida durch unterschiedliche Maniputationen ausgeschlossen wurden.
Der letzte Teil des Vortrags beschäftigte sich mit Barack Obama, seiner Herkunft und seiner zu bewältigenden Aufgabe.
Am Ende fanden alle, dass die Vorlesung im Amerikahaus interessant und sehr informativ war. Obwohl wir bereits einiges zum Thema „African-Americans“ gelernt hatten, wurde unser Kenntnisstand durch den Vortrag von Dr. Waldschmitt-Nelson um einiges erweitert.
Maximilian Schöner
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