Mmmmmmhhh.... Biounterricht kann so lecker sein
- oder -
das Vogelskelett mal auf praktische Weise begreifen

 

Auf diese Biostunde hat sich die ganze Klasse gefreut. Schon beim Betreten des Unterrichtsraumes duftet es nach frischen, heißen Grillhendln und Brezen. Passend zur 6.Stunde um 12.05 Uhr stürzen sich die Schüler der 6.Klasse von Herrn Frankenberger auf die Grillhähnchen. Doch heute geht es um mehr als sich nur den Bauch voll zu schlagen: Das Vogelskelett ist das Thema der Unterrichtsstunde. Und um da das Raben(-schnabel-)bein, das Schulterblatt oder das Schlüsselbein zu finden und untersuchen zu können, muss man sich, wohl oder übel, erst durch leckeres Hähnchenfleisch essen. Ist schon erstaunlich wie so ein Wirbeltierskelett aufgebaut ist. Das Vogelskelett ist sogar noch erstaunlicher. Denn um dem Vogel das Fliegen zu ermöglichen hat dieses einige Anpassungen im Laufe der Millionen von Jahren Evolution erfahren. Findest du z.B. das besonders große Brustbein, das für die Befestigung der starken Flugmuskulatur unabdingbar ist? Das schon oben erwähnte Rabenbein, welches das Brustbein stabil mit der Wirbelsäule verbindet und das es so beim Menschen gar nicht gibt? (Der Mensch fliegt halt auch selten - und wenn, dann meistens im Sitzen.) Wenn du nichts davon kennst, dann versuch es doch beim nächsten Hühnchenessen selber mal. Schnell im Internet ein beschriftetes Bild des Vogelskeletts ausdrucken (oder einfach H. Frankenberger fragen - der hat bestimmt noch eine Kopie für euch) und los geht es! Da macht Hühnchenessen gleich doppelt Spaß und man lernt auch noch was dabei! So meinte letztens ein Vater beim Elternsprechtag, dass er immer noch wisse, wo dieses dubiose Rabenschnabelbein denn sei. Bei jedem Hühnchenessen müsse er an diese besondere Unterrichtsstunde denken. Und die sei über 25 Jahre her. Das nenne ich einmal nachhaltiges Lernen! Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle auch an Familie Köhl, die extra für uns einen leckeren Hähnchentag in unserer Kantine eingelegt hat um diese Unterrichtstunde zu ermöglichen!

H. Frankenberger

 

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