| Prof. Dr. Peter Bubmann |

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geb. 1962 in Augsburg (Bayern)
1981 Abitur am Gymnasium Gersthofen, daraufhin Aufnahme als Stipendiat in die Begabtenförderung des Bayerischen Staates und in die Studienstiftung des Deutschen Volkes
1982-1985 Studium der Kirchenmusik am Richard-Strauß-Konservatorium München
1982-1989 Studium der ev. Theologie an der Ludwig-Maximilians- Universität München und an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
1989 Erstes theologisches Examen in Ansbach
10.2.1995 Promotion zum Dr. theol. in Heidelberg mit einer Arbeit über "Fundamentalethik als Theorie der Freiheit"
1995-1997 Vikar der Evang.-Luth. Kirche in Bayern in Goldbach
1997 Zweites theologisches Examen in Ansbach
12.10.1997 Ordination zum Pfarrer der Evang.-luth. Kirche in Bayern
1997-1999 Schulpfarrer am Wirsberggymnasium und an anderen Schulen in Würzburg
1999 bis 2002 Professor für Gemeindepädagogik, Ethik und musische Bildung an der Evangelischen Fachhochschule Nürnberg.
2001 Verleihung des 10. Akademiepreises der Evangelischen Akademie Bad Herrenalb
2002 Professor für Praktische Theologie an der Theologischen Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg (Schwerpunkt: Religions- und Gemeindepädagogik)
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| Schüler des Paul-Klee-Gymnasiums wollen von Prof. Bubmann wissen... |
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| Gibt es ein Erlebnis in Ihrer Schulzeit, das Ihr weiteres Leben und Ihren Werdegang nachhaltig beeinflusst hat, wenn ja, welches? |
"Nicht nur eines, sondern viele: die vielen schönen Schulkonzerte, die vor allem Wolfgang Heichele, damals Musiklehrer, heute in Kempten Musikschulleiter, mit uns veranstaltet hat.
Besonders prägend aber war mein Abschiedskonzert mit der Jazz- und Rockband des Gymnasiums, die ich mit Schulkameraden gegründet hatte, im Jahr 1981 in der kleinen Pausenhalle.
Dabei haben wir nicht nur viel über Event-Management gelernt, sondern auch eine begeistertes Schulpublikum erlebt. Das hat mich auch mit dazu motiviert, mit der Musik weiter zu machen." |
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| Welche Leistungskurse haben Sie belegt? |
| "Latein und Französisch (beides habe ich nie bereut!)" |
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| Wieso sind Sie ausgerechnet an das Paul-Klee-Gymnasium gekommen? |
| "Weil ich zunächst in Gersthofen aufgewachsen bin, als eines von fünf Kindern des evangelischen Ortspfarrers. Da war es selbstverständlich, auf dieses neu gegründete Gymnasium zu gehen. Wir blieben dann auch auf dieser Schule, obwohl wir wegen Dienstwechsel meines Vaters 1975 nach Stadtbergen zogen. " |
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| Was war Ihr Lieblingsfach an der Schule? |
| "Schwer zu sagen, hatte viele Lieblingsfächer: Die Sprachen, Musik. Definitiv nicht: Sport (obwohl ich auch da nicht wirklich schlecht war; habe aber einmal eine mir unsinnig erscheinende Sport-Klausur verweigert mit dem Satz auf dem Klausurbogen: "Statt der möglicherweise sinnvollen Beschäftigung mit der Sport-Theorie lege ich eine Gedenkminute für die Opfer des Schulsports ein." Die Sportlehrer nahmen's mit Humor (dem Klassenprimus und Obermusikus verzieh man so manche Eskapaden)." |
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| Mussten Sie einmal eine Jahrgangstufe wiederholen? |
| "Nicht wirklich (s. den letzten Satz). Vielleicht wäre Überspringen möglich gewesen, aber dann wäre ich bei meinem älteren Bruder in der Klasse gelandet..." |
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| Welche Hindernisse haben Sie auf dem Weg zu Ihrer jetzigen Stellung überwinden müssen? |
| "Keine. Ich hatte das Glück eines bildungsbürgerlichen Elternhauses und hervorragender Junglehrer, die mich bestens aufs Studium und Bücherschreiben vorbereiteten." |
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| Gab es ein Fach in dem Sie besonders schlecht waren? |
| "Nein, Sport gelegentlich eine drei (s.ob.). " |
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| An welches Erlebnis aus Ihrer Schulzeit am Paul-Klee-Gymnasium können Sie sich besonders gut erinnern? |
| "An die vielen schönen Konzerte (s.ob.). Aber auch an eine Szene, wo ich mich einen Aufstand geprobt habe, weil am Tage nach dem Schulkonzert, wo wir uns wirklich verausgabt hatten, ein Referendar meinte, eine Sozialkunde-Extemporale schreiben zu müssen. Ich bin mitten aus dem Unterricht zum Direktor und habe mich beschwert. (Der hat m.E. auch aus meiner heutigen pädagogischen Sicht falsch reagiert: Er hat denjenigen, die am Konzert beteiligt waren, ein paar Punkte Bonus aufschlagen lassen.). Habe dabei einiges über Fragen der Gerechtigkeit gelernt." |
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| Waren Sie mal Klassen- oder Schülersprecher? |
| "Kann sein in den niedrigeren Klassenstufen. Hab' ich vergessen." |
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| Hatten Sie während der Schulzeit Zweifel, dass das Abi wirklich das Richtige für Sie ist ? |
| "Nein." |
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| Welche Musik hören Sie privat? |
| "Symphonik des 19. Jahrhunderts (Anton Bruckner, Gustav Mahler), Opern von Richard Wagner, geistliche Musik aller Epochen; gute Popmusik (z.B. Sting). " |
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| Wollten Sie schon in der Schulzeit das werden, was Sie jetzt sind? |
| "Ja, Alternative: Berufsmusiker oder Universitätsprofessor. Habe das zweite gewählt, weil ich so nebenbei auch noch Kirchenmusik machen kann." |
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| Sonstige Kommentare/Anmerkungen von Hr. Bubmann an die Schüler des PKG gerichtet: |
"Heute bilde ich selbst GymnasiallehrerInnen aus (Evangelische Religionslehre). Ich habe viel Respekt vor dem späteren Arbeitsfeld meiner Studierenden. Sie brauchen viel Fachwissen und didaktisches Know-How. Aus meiner eigenen Zeit am Gymnasium in Gersthofen aber gebe ich ihnen mit, dass neben all den unterrichtlichen Vollzügen für viele Schüler (jedenfalls für mich und meine Geschwister damals) das Entscheidende zwischen und nach den Fachstunden stattfand: Projektarbeit, vor allem musikalischer Art. Die reformpädagogische Einsicht wird so bestätigt: Was fürs Leben prägt und hilft, sind vor allem die Aktionen, an denen man selbst ganzheitlich beteiligt ist. So kann sich Bildung in einem anspruchsvollen Sinn als Entwicklung einer Persönlichkeit in der Auseinandersetzung mit Welt und Kultur ereignen, nicht nur Ausbildung fürs ökonomische System, wie wir es derzeit leider weithin erleben.
Deshalb wünsche ich Ihnen viele Sternstundenin der Schulkultur: Theater- und Musicalaufführungen, Kunst-Austellungen und Museums-Expeditionen, Literaturabende sowie sportliche Events. Nicht zu vergessen die Schulgottesdienste, die damals Höhepunkte des Schuljahres waren."
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Wenn ihr noch mehr über Prof. Bubmann wissen wollt:
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