Drehende Wärme und schwebende Kälte – Forschung an Supraleitern und Lichtmühle
„Supraleiter sind faszinierende Stoffe. Kühlt man sie stark genug ab, verlieren sie ihren elektrischen Widerstand komplett und transportieren Strom ganz ohne Verlust. Matthias Dübgen, Peter Jaschke und Andreas Raba haben aus der relativ jungen Stoffklasse der keramischen Supraleiter eine pfiffige Apparatur gebaut: ein kleines Flügelrad, das reibungsfrei auf einem supraleitenden Magneten lagert und sich – getrieben durch die Energie des Lichts – munter dreht. Als Knackpunkt erwies sich die Kühlung: Damit das supraleitende Magnetlager funktioniert, mussten es die drei Nachwuchsphysiker irgendwie mit flüssigem Stickstoff auf minus 195 Grad Celsius einfrieren. Den Erfolg brachte ein ausgeklügelter Kühlfinger, der um ein vielfaches billiger ist als vergleichbare konventionelle Systeme. Die Jury war besonders beeindruckt von den experimentellen Fähigkeiten der Projektgruppe, die die komplexe Apparatur mit relativ einfachen Mitteln audbaute. Dazu war neben Tieftemperaturtechnik und Vakuumtechnik ein profundes Verständnis der physikalischen Zusammenhänge notwendig“
Zitat Siegerliste JUFO 2005 |